chirurgische Kleintiermedizin
Chirurgisch können wir in der Kleintierpraxis alle gängigen Weichteiloperationen durchführen wie u.a.:
- Kastration von männlichen und weiblichen Tieren bei Hund und Katze
- Kastration bei männlichen Tieren (bei entsprechender Indikation auch von weiblichen) bei allen Nagern und Pelztieren
- Tumoroperationen
- Fremdkörperoperationen
- Magendrehung
- Gebärmutterentzündung
- Augenlid OP (Entropium/Ektropium)
- Kaiserschnitt
- Nabelbruch
- Blasensteine
- Penisamputation beim Kater
Weiterhin führen wir u.a. folgende Behandlungen/Untersuchungen unter Narkose bzw. Sedation durch:
- HD/ED Röntgenaufnahmen
- Zertrümmerung von Harnsteinen mit Hilfe von Ultraschall
- Katheterisierung
- Tränenkanalspülung
- Follikularkonjunktivitis
Was Sie beachten müssen bevor und nachdem Ihr Tier operiert wurde
Fleischfresser wie Hunde und Katzen vertragen eine Nahrungsabstinenz sehr gut und daher sollte man diese ca. 12 Stunden vor einer geplanten Narkose auch einhalten. Wenn der Magen-Darmtrakt gefüllt ist, flutet das Narkosemittel sehr schlecht an und die Medikamentendosis muß höher gewählt werden. Desweiteren lösen viele Narkotika Erbrechen aus und das Tier kann u.U. Futterreste einatmen und ersticken. Auch wenn es so schlimm natürlich meistens nicht kommt, ist es für das Tier und uns mehr als unangenehm.
Sie bleiben in der Regel bei ihrem Tier bis es eingeschlafen ist und können es dann nach Absprache einige Stunden später wieder abholen. In dieser Zeit wird die Aufwachphase und Kreislaufsituation bei uns beobachtet.
Zu Hause wird Ihr Tier je nach Alter und allgemeinem Gesundheitszustand meistens noch einige Stunden schlafen. Auch in dieser Phase kann es nochmal zu Erbrechen kommen. Sie sollten es also so einrichten, dass Sie die Möglichkeit haben, in dieser Aufwachphase anwesend zu sein. Wasser können Sie sofort wieder frei zugänglich machen. Mit dem Futterangebot sollten Sie warten, bis ihr Tier vollständig wach ist, was Sie daran erkennen, dass es sich wieder wie gewohnt bewegt. Im Zweifelsfall braucht ein Fleischfresser auch erst am nächsten Tag wieder Futter.
Wichtig ist ein Schutz der Wunde. Dieser kann entweder durch einen Halskragen, oder einen anderen Schutz, wie z.B. ein T-Shirt realisiert werden. Hierzu werden wir Sie natürlich gerne beraten.
Nager wie Meerschweinchen und Kaninchen sind Pflanzenfresser und benötigen täglich mehrmals Nahrung. Ihr Verdauungstrakt ist nicht auf Nahrungsabstinenz eingestellt und verträgt diese auch nicht. Hier gilt also: Bitte nicht die Nahrung entziehen! Dafür ist auch nicht mit Erbrechen zu rechnen. Dennoch möchten wir darum bitten, die Nager nicht mit Heu oder anderer Einstreu zu uns zu bringen. Dies ist einerseits sehr putzintensiv und andererseits auch nicht besonders hygienisch im frisch operierten Zustand. Darum nutzen Sie als Unterlage ein sauberes Frotteehandtuch, Zeitungspapier oder Haushalspapier.
Nach der Operation braucht ein Nager viel Wärme. Der intensive Stoffwechsel ist nach einer Narkose sehr angeschlagen und braucht viel Unterstützung. Dies kann realisiert werden, indem man unter die Unterlage eine Wärmflasche legt, diese können Sie gerne zur Operation schon mitbringen, wir füllen sie nach der Op. Futter muß auch nach der Operation nicht entzogen werden.
Lesen Sie Zahnheilkunde, Geriatrie und allgemeine Kleintiermedizin.
